Vietnam vom 24.10.2002 bis 12.11.2002

Die Kriegsfolgen sind bis heute klar erkennbar. Wenig Bäume sind älter als 30-40 Jahre. Handgranaten befinden sich noch in der Natur und Einheimische suchen heute noch nach Bomben um sie als Metallschrott zu verkaufen. Erstaunlich ist, dass aber die wenigsten Vietnamesen einen Hass auf die Amerikaner haben. Sie leben nach dem Motto was interessiert mich das Gestern ich lebe ja im Heute und Morgen. Vietnam ist so groß wie Deutschland und es wurden mehr Bomben im Vietnamkrieg abgeworfen als im gesamten 2. Weltkrieg. Hätte Amerika das Geld, welches sie in den Krieg investiert haben den Vietnamesen zu kommen lassen hätte jeder US$ 2.000 erhalten. Mit diesem Geld hätte sich jeder ein Haus kaufen können. Durch die Agent Orange Bomben wurde soviel Dioxin über Südvietnam abgeworfen, dass es heute noch eines der meist verseuchtesten Gebiete weltweit ist. Im vergleich zu Nordvietnam, wo keine Agent Orange eingesetzt wurde ist eines mit am wenigsten verseuchtesten Gebiete auf der Welt. Wer sich für Vietnam interessiert muss sich mit der Geschichte befassen. Leider hatten wir in Vietnam mit dem Wetter kein Glück so können wir keine Aussagen über landschaftliche Besonderheiten machen. Es gibt hier aber sicherlich auch schöne Wasserfälle, Höhlen und weiße Sandstrände.

In Ho Chi Minh City (Saigon) muss man das Anti Kriegsmuseum, den Wiedervereinigungspalast und das Museum of Ho Chi Minh City anschauen. Bei einigen Ausstellungsstücken ist mir schlecht geworden und Stephan ist es nicht viel besser ergangen. Beschreiben kann ich diese Grausamkeiten nicht ich weiß nur seither verabscheue ich Krieg noch mehr als vorher. Wir haben uns auch gedacht es wäre für jeden, im besondern für die Staatsoberhäupter eine gute Erfahrung und vielleicht würde dann weniger Aggressivität auf der Welt herrschen. Bei den ganzen Grausamkeiten, welche die Amerikaner und Franzosen angerichtet haben, darf man nicht vergessen, dass der Nordvietnam nicht weniger brutal vorging und ihr Anführer ein Nationalheld bis heute ist.

Auf einer dreitägigen Tour durch das Mekong-Delta haben wir einen Eindruck von dem riesigen Fluss erhalten. In Vietnam teilt er sich bereits in hundert kleine Flüsse auf. Im Mekong wird sehr viel Dreck und Schlamm mitgeführt, der sich dann im Meer ablagert. Durch diesen Effekt werden pro Jahr 80 Meter Land gewonnen. Obwohl wir durch den Regen sehr eingeschränkt waren, war es faszinierend  zu sehen wie viel Wasser an einem einzigen Tag vom Himmel fallen kann. Jedoch war das nicht die Ausnahme in den 3 Wochen hat es wohl 15 Tage geregnet.

Fazit:

Allein schon der Einblick in den Krieg den man hier gewinnt ist eine Reise wert. Schöne Strände und interessante Höhlen laden zusätzlich ein.

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